Es ist soweit, morgen steigt das erste Finalspiel um die Österreichische Meisterschaft in der Alps Hockey League. Es ist ein Salzburger Derby gegen die Red Bull Hockey Juniors und bis hierhin sicher das wichtigste Spiel des Jahres. Morgen gilt es, daheim den ersten Schritt zum Titel zu machen!

Die Eisbären sind mit zwei überzeugenden Siegen stark in die Master Round gestartet. Das Formbarometer stimmt also, die reguläre Alps Hockey League tritt aber nun in den Hintergrund, denn das Finale um den Titel des Österreichischen Meisters steht diese Woche an.
Der EKZ ist zum vierten Mal in Folge dabei, nach der knappen Niederlage im Vorjahr gegen Kitzbühel ist man heuer wieder hungrig auf den Pokal. Gegner sind die Red Bull Hockey Juniors, der Sieger des Grunddurchgangs. Dreimal traf man in dieser Saison bereits aufeinander, zweimal gewannen die Zeller, einmal die Salzburger, bisher gab es immer klare Heimsiege.
Salzburg ist die offensivstärkste Mannschaft der Liga, 142 Treffer haben sie im Grunddurchgang erzielt, ebenso den Ligabestwert wie die 92 Gegentreffer. Zum Vergleich die Eisbären: 120 zu 95. Der morgige Gegner der Zeller hat kaum Schwächen, starke Torhüter, eine gute Verteidigung und einen unglaublichen Angriff. Schier endlose Ressourcen beim Kader und damit quasi immer vier qualitativ starke Linien. Auch morgen wird bestimmt der ein oder andere Spieler aus der Erstligamannschaft aushelfen. Besonders ins Auge stechen aber natürlich die beiden Finnen Eliseev und Juhola, die mit 58 und 54 Torbeteiligungen in der Scorerliste ganz weit vorne dabei sind. Die beiden in den Griff zu kriegen, wird eine schwere Aufgabe. Auch bei den Special Teams ist Salzburg gut, das fünftbeste Powerplay (20,4 %) und das zweitbeste Penaltykilling (86 %). Zum Vergleich die Eisbären: 25 % (2.) und 81,6 % (5.).
Kurzum: Zell am See erwartet ein schwerer Gegner und man wird die bestmögliche Performance abliefern müssen, um den Titel zu holen. Morgen gilt es, Schritt eins zu machen, im Heimspiel kann man vorlegen und sich idealerweise einen Vorsprung erarbeiten. Wie schon die letzten Jahre wird das Finale um den Österreichischen Titel im sogenannten Champions-Hockey-League-Modus ausgetragen. Das bedeutet, dass der Sieger aus dem Gesamtscore der beiden Finalspiele ermittelt wird. Auswärtstore spielen keine Rolle. Eine Overtime könnte es allenfalls im zweiten Spiel geben, dann nämlich, wenn nach zweimal 60 Minuten das Ergebnis ausgeglichen wäre. Die Entscheidung fällt also erst beim Rückspiel am Samstag im Volksgarten, morgen gilt es, sich eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten.
Die Mannschaft ist heiß auf das Finale, an der Motivation wird es nicht scheitern. Neben vollem Einsatz wird aber auch die richtige Balance mit taktischer Disziplin gefragt sein. Eine gute Chancenverwertung, resolute Abwehrarbeit und mannschaftlicher Zusammenhalt. Mit diesen Qualitäten am Eis bleibt nur zu sagen: Holt euch den Titel!
Headcoach Marcel Rodman: „Es wird eine aufregende Woche! Wir haben dreimal gegen Salzburg gespielt, im ersten Spiel hatten wir keine Chance, wurden richtig „ausgeskatet“. Im zweiten und dritten Aufeinandertreffen haben wir daheim gewonnen. Ich denke, beide Spiele haben wir sehr gut gespielt, Salzburg war auch stark. Das ist auch, was ich im Finale erwarte: Sie sind eisläuferisch enorm stark, haben offensiv eine große Qualität und sind sehr gefährlich. Für uns ist wichtig, dass wir mindestens so gut und viel eislaufen wie sie. Wir müssen beim Gameplan bleiben. Ich glaube, dass wir unsere Chancen haben werden, es wird uns aber nichts geschenkt werden, wir müssen uns das verdienen. Es ist ein starker Gegner, ich freue mich auf das Finale und glaube an meine Jungs.“
Quelle: EK Zeller Eisbären
