System wird jetzt mit Videokameras erweitert / Automatische Rot-Schaltungen erfolgen je nach Verkehrsfluss

Der Kreisverkehr in Kaprun Fürth, bekommt Pförtnerampeln. In der Testphase soll festgestellt werden, ob sie gegen den Stau, der die Pendler morgens und abends trifft, helfen. In Eugendorf funktioniert ein ähnliches System sehr gut. Archivbild

Im Jänner 2025 wurde der erste Testbetrieb im Frühverkehr mit Dosierampeln an der Mittersiller Bundesstraße gestartet. Jetzt kommt die nächste entscheidende Phase. Der Zustrom in den Kreisverkehr wird je nach Bedarf den ganzen Tag automatisch dosiert, indem Kameras den Verkehr erfassen und Ampeln auf Rot schalten.

Pendler in Mittersill, Zell am See und Kaprun kennen das Nadelöhr morgens und abends: Beim Kreisverkehr im Piesendorfer Ortsteil Fürth an der Mittersiller Bundesstraße (B168/L215) staut es sich. Auf Initiative von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll wurden deshalb im Jänner 2025 drei Pförtnerampeln in Betrieb genommen und die erste Testphase für ein Dosiersystem gestartet. Die Ampeln schalten kurzzeitig auf Rot, um so den Verkehrsfluss zu dosieren und Staus möglichst frühzeitig zu verhindern. In der ersten Testphase, die jetzt abgeschlossen wird, wurde der Zufluss nur in den Morgenstunden zu bestimmten Tageszeiten geregelt. Die Rückmeldungen seitens Polizei, Gemeinde und Betreiber des öffentlichen Busverkehrs waren bislang positiv.

Mobile Videodetektoren im Einsatz

Jetzt startet das Land die zweite Testphase. Dabei wird der Verkehrsfluss und damit der Zustrom in den Kreisverkehr zwischen 7 und 19 Uhr je nach Bedarf aktiviert. Wie funktioniert das? Zum Einsatz kommen hier spezielle Verkehrskameras, die die Bilder mittels KI-Unterstützung auswerten. Bis Ende Juni werden die mobilen Videodetektoren installiert, im Juli erfolgt die Feinjustierung und Inbetriebnahme. Die Kameras erfassen und werten den Verkehr der drei Äste künftig in Echtzeit aus und schalten je nach Bedarf eine der drei Ampeln auf Rot. Damit können sich die Staus zu Spitzenzeiten zwar nicht in Luft auflösen lassen, aber sie sollen sich deutlich verringern.

Schnöll: „Ziel ist dauerhafte Verbesserung“

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll betont: „Vor allem für Pendlerinnen und Pendler aus dem Oberpinzgau war die Lage früher oftmals unzumutbar. Wir haben während der ersten Testphase der Pförtnerampeln gesehen, dass sich die Lage verbessert. Wir wollen mit dem System, das bereits in Eugendorf im Flachgau erfolgreich getestet wurde, für mehr Entlastung zu sorgen. Ich bin zuversichtlich, dass wir nach dieser zweiten Testphase das System dauerhaft installieren können und so eine deutliche Verbesserung erreichen.“

Zweite Testphase für ein Jahr angesetzt

Ein Jahr lang soll die zweite Testphase im Pinzgau dauern, um sowohl Sommer als auch Winter abzudecken. Denn in der Region kommt es tourismusbedingt zu unterschiedlichen Verkehrsdichten und -spitzen. Der Verkehr an dieser Stelle ist nicht nur von Woche zu Woche unterschiedlich, sondern auch je nach Wochentag unterschiedlich. Das haben die bisherigen Beobachtungen gezeigt.

Quelle: Land Salzburg

Weitere Nachrichten aus dem Pinzgau findest du auf unserer Startseite →

Pinzgau-Aktuell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert