Bund finanziert Umstieg auf Elektrozüge mit / Verhandlungserfolg ermöglicht langfristige Sicherheit

Die Pinzgauer Lokalbahn oder auch Pinzgaubahn im Juni 2024. Im Sommer 2021 richtete das Hochwasser massiven Schaden an der wichtigen Öffi-Lebensader an, die Landesregierung entschloss sich, die Lokalbahn wieder aufzubauen – dieses Mal Hochwasser-sicherer, was eine umfassende Planung erforderte. Am 17. Juni 2023 fuhr die Bahn erstmals wieder nicht nur von Zell am See nach Niedernsill, sondern nach Mittersill. In weiterer Folge ist der Wiederaufbau bis nach Krimml geplant. Foto: Franz Neumayr

Für die Pinzgauer Lokalbahn gibt es bald einen ordentlichen Modernisierungsschub: Die bisherigen Dieseltriebwagen werden nämlich gegen neue Elektrozüge ausgetauscht. Im kürzlich beschlossenen Doppelbudget hat das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur die entsprechenden Gelder für die Elektrifizierung vorgesehen.

Die Pinzgauer Lokalbahn hatte in den vergangenen Jahren vor allem mit den Folgen des schweren Hochwassers vor fünf Jahren zu kämpfen. Mittlerweile fährt der Zug wieder bis nach Mittersill. Durch eine Aufstockung des mittelfristigen Investitionsprogramms für Privatbahnen im aktuellen Doppelbudget des Bundes können die für einen elektrischen Betrieb notwendigen Modernisierungen der Infrastruktur umgesetzt werden. Zusätzlich sichert der Bund dem Land Salzburg eine Beteiligung an der Beschaffung neuer, elektrisch betriebener Garnituren zu. Dadurch wird der Start der Ausschreibung bald möglich.

Edtstadler: „Stärkung der Mobilität im Pinzgau.“

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betont: „Die Pinzgauer Lokalbahn ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Mobilität im Land Salzburg. Sie steht für Lebensqualität und regionale, nachhaltige Wertschöpfung. Diese Zusicherung des Bundes ist ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum und zu einer verlässlichen Verbindung für die Menschen im Pinzgau. Gemeinsam schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Pinzgauer Lokalbahn auch in Zukunft ein modernes, klimafreundliches und zuverlässiges Mobilitätsangebot für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie unsere Gäste bleibt.“

Schnöll: „Lebensader für eine gesamte Region.“

„Die Pinzgauer Lokalbahn ist weit mehr als eine Bahnstrecke – sie ist Lebensader, Mobilitätsgarant und ein wichtiges Stück regionaler Identität für den gesamten Oberpinzgau. Durch die jetzige Finanzierungsbeteiligung des Bundes an der Elektrifizierung und der Fahrzeugbeschaffung ist es gelungen, die Zukunft der Pinzgauer Lokalbahn langfristig abzusichern. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Schritt bei Fahrkomfort und Nachhaltigkeit“, unterstreicht Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll die Wichtigkeit des Verhandlungserfolgs.

Bund fördert neue Fahrzeuge

Bundesminister Peter Hanke sieht darin einen Beleg dafür, dass sich Investitionen in den ländlichen Raum auch in schwierigen budgetären Zeiten auszahlen: „Wir haben es geschafft, das Investitionsprogramm für Privatbahnen trotz erheblichen Spardrucks spürbar aufzustocken. Davon profitieren jene Projekte, für die auch die Länder ihren Beitrag zusichern. Mit einem Bundesanteil an den Fahrzeugbeschaffungen schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Ausschreibung bald starten kann. Für mich ist klar: Wer im Pinzgau lebt, pendelt oder Urlaub macht, hat genauso Anspruch auf eine verlässliche und zeitgemäße Bahn wie jemand in der Stadt. Das ist gelebte Grundversorgung.“

Fokus auf Hochwasserschutz

Derzeit steht der Hochwasserschutz für die gesamte Region im Fokus. Gemeinsam mit diesen Maßnahmen wird auch der Wiederaufbau der Pinzgauer Lokalbahn umgesetzt. Das Land Salzburg und der Bund arbeiten hierbei gemeinsam. „Die jetzige Entscheidung des Bundes gibt den Bestrebungen für den kombinierten Hochwasserschutz nun einen zusätzlichen Schub“, sagt Landesrat Maximilian Aigner.

Quelle: Land Salzburg

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