Land Salzburg investiert bis 2030 gemeinsam mit Bund, Gemeinde und Genossenschaft / Ziel: Mehr Sicherheit für Bevölkerung, Straße und Zug

Der 1. Juli 2019 ist in Uttendorf unvergessen. An diesem Tag trat der Manlitzbach über die Ufer. Schutt und Geröll verwüsteten fast 100 Häuser, der Schaden ging in die Millionen. Inzwischen wurde der Manlitzbach verbaut. Um im Ortsteil Tobersbach eine ähnliche Katastrophe zu verhindern, soll ein neuer Hochwasserschutz für mehr Sicherheit für Bevölkerung und Infrastruktur sorgen. Von 2026 bis 2030 werden schrittweise 4,7 Millionen Euro investiert. Im Bild: Der Ortsteil Tobersbach in Uttendorf. Foto: Wildbach- und Lawinenverbauung

Mit dem Hochwasserschutz werden nicht nur die Ortschaft, sondern auch die B168 (Mittersiller Straße) und die Pinzgauer Lokalbahn vor Naturgefahren geschützt. Das Land trägt rund 729.000 Euro der Gesamtinvestitionen von 4,7 Millionen Euro, die gemeinsam mit Bund, Gemeinde und Genossenschaft aufgebracht werden.

Aigner: „Starke Partnerschaft für Uttendorf.“

Landesrat Maximilian Aigner unterstreicht die Bedeutung der partnerschaftlichen Finanzierung: „Gerade bei Projekten des Schutzes vor Naturgefahren zeigt sich: Nur gemeinsam kommen wir voran. Der Bund trägt 62 Prozent der Kosten, das Land Salzburg 15,5 Prozent und die Gemeinde beziehungsweise die Genossenschaft gemeinsam 22,5 Prozent. Diese starke Partnerschaft zeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung für die Sicherheit der Menschen übernehmen. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir auch künftig konsequent in den Hochwasserschutz und die Wildbach- und Lawinenverbauung investieren.“

2026 werden in Salzburg 40 Millionen Euro in den Schutz vor Gefahren durch Wildbäche und Lawinen investiert. Die Finanzierung erfolgt über Land, Bund und Gemeinden beziehungsweise Wildbachwassergenossenschaften. Umgesetzt werden die Maßnahmen von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV), einer Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Im Bild Landesrat Maximilian Aigner mit dem Leiter der WLV in Salzburg, Gebhard Neumayr. Foto: Büro Aigner

Totschnig: „Jährlich 20 Millionen Euro für Salzburg.“

Bundesminister Norbert Totschnig betont: „In einem alpin geprägten Land wie Österreich hat der Schutz vor Naturgefahren höchste Priorität. Der Bund investiert durch die Wildbach- und Lawinenverbauung gezielt in den Schutz unserer Regionen, was den Menschen vor Ort wie auch den Infrastrukturträgern zugutekommt und nachhaltig wirkt. Hierfür stehen jährlich bundesweit über 200 Millionen Euro und speziell im Land Salzburg über 20 Millionen Euro zur Verfügung.“

Schutz von Gebäuden und Infrastruktur

Der Sektionsleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung in Salzburg, Gebhard Neumayr, erklärt: „Mit den geplanten Maßnahmen werden unter anderem Erosionsschutzmaßnahmen umgesetzt, bestehende Schutzbauwerke saniert, ein Murbrecher errichtet und die Waldausstattung im Einzugsgebiet verbessert.“ Mit dem 4,7-Millionen-Euro-Projekt werden insgesamt 144 Wohngebäude, die Pinzgauer Lokalbahn, die B168 Mittersiller Straße sowie zahlreiche Gemeindewege und Brücken künftig besser vor Naturgefahren geschützt.

Wichtiges Signal für gesamten Oberpinzgau

Der Uttendorfer Bürgermeister Hannes Lerchbaumer hebt die gute Zusammenarbeit hervor: „Ein Projekt dieser Größenordnung wäre für eine Gemeinde allein nicht zu stemmen. Umso wichtiger ist das starke Miteinander von Bund, Land, Gemeinde und Genossenschaft. Nur gemeinsam können wir unsere Bevölkerung, unsere Infrastruktur und unseren Lebensraum nachhaltig schützen. Dass dieses Vorhaben nun Schritt für Schritt bis 2030 umgesetzt wird, ist ein wichtiges Signal für Uttendorf und den gesamten Oberpinzgau. Dafür möchte ich mich bei allen Partnern herzlich bedanken.“

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Der Obmann der Wildbachgenossenschaft, Alois Steiner, ist überzeugt, dass „durch die gute Zusammenarbeit mit der Wildbachverbauung, der Gemeinde und dem Land unsere Existenz vor Ort gesichert wird. Ich möchte allen Beteiligten für die Unterstützung und partnerschaftliche Zusammenarbeit des Projekts danken.“ Landesrat Maximilian Aigner ergänzt: „Uttendorf zeigt, wie es geht, wenn alle das gleiche Ziel vor Augen haben – der Schutz für Infrastruktur und besonders die Sicherheit der Bevölkerung.“

Quelle: Land Salzburg

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