Neue Ausstellung  zum 170. Jahrestag des Kaiserbesuchs auf der Kaiser-Franz-Josefs Höhe 

Austellungseröffnung „Gipfeltreffen eurer Majestäten“ auf der Kaiser Franz Josefs Höhe am Großglockner v.l. Johanens Hörl (Vorstand Großglockner Hochalpenstraßen AG), Markus Habsburg-Lohtringen (Urenkel Kaiser Franz Josef), Martin Gruber (Landeshauptmannstellvertreter Kärnten), Maximilian Aigner (Landesrat Salzburgf), Martin Lackner (Bürgermeister Heiligenblut) und Klaus Panholzer (Geschäftsführer Schönbrunn Group) Foto: Franz Neumay r 17.6.2026

Mit dem Jubiläumsjahr 2026 rückt die Großglockner Hochalpenstraße ein  besonderes Kapitel österreichischer Geschichte in den Mittelpunkt: Vor 170 Jahren  erreichten Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth den Fuß des  Großglockners. Neue Ausstellungen, ein Panoramaweg und eine feierliche  Eröffnung auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe machen die historische Reise von  Schönbrunn bis zum Großglockner neu erlebbar. 

Austellungseröffnung „Gipfeltreffen eurer Majestäten“ auf der Kaiser Franz Josefs Höhe am Großglockner Bei der Präsentation des „Dirndl Kaiserblick“ durch Andrea vom Heimatwerk Salzburg. Links im Bild Johannes Hörl (Vorstand Grohag), rechts Bürgermeister Martin Lackner (Heiligenblut) und Klaus Panholzer (Geschäftsführer Schönbrunn Group) mit dem Team des Heimatwerk Salzburg Foto: Franz Neumay r 17.6.2026

Vor 170 Jahren wurde die Region rund  um den Großglockner zum Schauplatz eines besonderen historischen Moments: Im Sommer  1856 erreichten (am 7. September) Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth, besser  bekannt als ‚Sisi‘, den Fuß des Großglockners. Was heute für Besucherinnen und Besucher ein  spektakulärer Aussichtspunkt auf Österreichs höchsten Berg und die Pasterze (dem längsten  Gletscher der Ostalpen) ist, war damals Teil einer sehr aufwendigen und beschwerlichen Reise  des jungen Kaiserpaares durch die südlichen Kronländer und damit nach Kärnten und Tirol.  Anlässlich dieses Jubiläums, dem Kaiserbesuch vor 170 Jahren, widmet die Großglockner  Hochalpenstraßen AG (GROHAG) im Jahr 2026 ein eigenes Erlebnis- und Ausstellungsjahr auf  der später nach diesem benannten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Austellungseröffnung „Gipfeltreffen eurer Majestäten“ auf der Kaiser Franz Josefs Höhe am Großglockner Im Bild ein Blick in die Austellung Foto: Franz Neumay r 17.6.2026

Im Zentrum steht die neue Ausstellung „Gipfeltreffen Eurer Majestäten“, die den  historischen Besuch am 6. und 7. September 1856 aus einer zeitgemäßen Perspektive  beleuchtet. Statt einer verklärten Darstellung rückt die Schau die politischen,  gesellschaftlichen und persönlichen Rahmenbedingungen monarchischer Reisen in den  Vordergrund. Historische Grafiken, Berichte und moderne Inszenierungen zeichnen die Reise  von Wien bis ins Hochgebirge der Hohen Tauern (damals ‚Norische Alpen‘) nach und zeigen,  dass der Besuch am Großglockner weit mehr war als ein symbolträchtiger Ausflug. 

Mit dem Jubiläum wollen wir Geschichte dort erlebbar machen, wo sie sich in besonderer  Weise mit Natur und Landschaft verbindet. Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf knapp 2.400m  ist ein Ort mit großer Symbolkraft. Die neue Ausstellung eröffnet einen spannenden,  zeitgemäßen Blick auf den historischen Kaiserbesuch und macht deutlich, welche Bedeutung  dieses Ereignis bis heute für den Großglockner hat“, so Johannes Hörl, Vorstand der  Großglockner Hochalpenstraßen AG.

Austellungseröffnung „Gipfeltreffen eurer Majestäten“ auf der Kaiser Franz Josefs Höhe am Großglockner v.l. Eva Lienbacher und Gundi Schirlbauer (beide Heimatwerk Salzburg), Klaus Panholzer (Geschäftsführer Schönbrunn Group), Martin Gruber (Landeshauptmannstellvertreter Kärnten), Markus Habsburg-Lothringen (Urenkel Kaiser Franz Josef), Maximilian Aigner (Landesrat Salzburg), Johannes Hörl (Vorstand Grohag), Martin Lackner (Bürgermeister Heiligenblut), Balthasar Sauper (Gastbetrieb Freiwandeck), Hannes Pichler (Shop Kaiser Franz Josefs Höhe) und Andrea Neuhofer (Heimatwerk Salzburg). Foto: Franz Neumay r 17.6.2026

Begleitend dazu widmet sich die Ausstellung „Tafeln wie ein Kaiser“ den kulinarischen  Vorlieben Kaiser Franz Josephs und der Esskultur am Wiener Hof. Sie verbindet  kulturhistorische Einblicke mit persönlichen Geschichten aus dem Alltag der Monarchie und  ergänzt damit den historischen Schwerpunkt um eine genussvolle Facette.  

Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der neue Kaiser-Franz-Josef Panoramaweg. Der leicht begehbare Rundweg (rund 1,4 km) führt von der Kaiser-Franz Josefs-Höhe hinauf zum Kaiserstein und wieder zurück. Entlang mehrerer Stationen erfahren  Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über das Leben des Kaisers, seine Reise nach  Kärnten, die Begegnung mit der Hochgebirgswelt rund um den Großglockner sowie über  persönliche Vorlieben des Monarchen und seiner Gattin Sisi. Der Weg verbindet eindrucksvoll  Naturerlebnis und Geschichtsvermittlung inmitten des alpinen Panoramas.

Zu den besonderen Gästen der feierlichen Ausstellungseröffnung auf der Kaiser-Franz-Josefs Höhe zählte Markus Emanuel Salvator von Habsburg-Lothringen. Als Urenkel von Kaiser Franz  Joseph I. und Kaiserin Elisabeth sowie Enkel ihrer jüngsten Tochter, Erzherzogin Marie Valerie,  besteht eine unmittelbare familiäre Verbindung zum historischen Anlass. Die von Marie  Valerie geerbte Kaiservilla in Bad Ischl ging später in seinen Besitz über.

Austellungseröffnung „Gipfeltreffen eurer Majestäten“ auf der Kaiser Franz Josefs Höhe am Großglockner v.l.Klaus Panholzer (Geschäftsführer Schönbrunn Group), Martin Gruber (Landeshauptmannstellvertreter Kärnten), Markus Habsburg-Lothringen (Urenkel Kaiser Franz Josef), Maximilian Aigner (Landesrat Salzburg), Johannes Hörl (Vorstand Grohag), Martin Lackner (Bürgermeister Heiligenblut) Foto: Franz Neumay r 17.6.2026

Persönliche Einblicke und ein besonderes historisches Fundstück: Einen besonders persönlichen Einblick in die Beziehung des Kaiserpaares geben Zitate aus  ausgewählten Briefen Franz Josephs an Elisabeth, die in der Ausstellung zu lesen sind. Darin  wird deutlich, wie sehr sein Leben von der Spannung zwischen persönlicher Zuneigung und  kaiserlicher Pflichterfüllung geprägt war. So schrieb er 1859 an seine Frau, sein größter  Wunsch sei es, sie wieder zu umarmen, doch dürfe man sich in schwierigen Zeiten nicht allein  „von den Gefühlen des Herzens“ leiten lassen. Ein besonderes historisches Zeugnis wurde  zudem im Zuge der Recherchen zur Ausstellung in der Sakristei von Heiligenblut  wiederentdeckt: eine Kasel, also ein liturgisches Messgewand, die Kaiserin Elisabeth der  Pfarre nach ihrer Reise zum Großglockner als Geschenk zukommen ließ. Erste  Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Gewand aus der Barockzeit (17. und frühes 18.  Jahrhundert) stammt; seine genaue Herkunft und Geschichte sollen noch weiter erforscht  werden. 

Historisch wertvolle Exponate und Bilddokumente wurden auch zur Verfügung gestellt von der  Sektion „Kulturelles Erbe“ des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus.  

Ein weiterer besonderer Beitrag zum Jubiläumsjahr sind die eigens für diesen Anlass kreierten  Dirndln „Kaiserblick“ und „Sisi“ aus dem Salzburger Heimatwerk. Die Entwürfe des  bekannten Trachten-Designers Toni Golser verbinden traditionelles Handwerk, historische  Anklänge und eine zeitgemäße gestalterische Handschrift. Der besondere Stoff aus Kärnten  (der Traditionsfirma Seidra aus Dresach) unterstreicht dabei – wie die Großglocknerstraße  selbst – auch symbolisch die freundschaftliche Verbindung zwischen Salzburg und Kärnten.  Die Dirndln machen das Jubiläum auf textile Weise sichtbar und setzen einen eigenständigen  kulturellen Akzent innerhalb der Eröffnung und des Gesamtprogramms.  

Mit den Dirndln ‚Kaiserblick‘ und ‚Sisi‘ leistet das Salzburger Heimatwerk einen besonderen  Beitrag zum Jubiläumsjahr 2026. Das Alltagsdirndl ‚Sisi‘ mit Henndorfer Rüsche und Leinen  aus Kärnten, verbindet die Traditionen Salzburgs und Kärntens und steht für hochwertige,  regionale Handwerkskunst. Das Couture-Dirndl ‚Kaiserblick‘ greift die beeindruckende Kulisse  des Großglockners auf und übersetzt sie in textile Form. Das geschnürte Oberteil aus royal blauem Samt, der schwarze Wollrock mit der markanten Bergsilhouette sowie die von Hand  mit Silberfaden gestickte Kaiserkrone am Rücken und auf der Schärpe machen das Modell zu  einem außergewöhnlichen Einzelstück. Ergänzt wird das Ensemble durch eine handgefertigte  Bluse der Hemdenmacherin Valentin und einen Hut aus der Hutmanufaktur Bittner in Bad  Ischl. Wir freuen uns sehr, diese Kreationen an diesem besonderen Ort präsentieren zu  dürfen – umso mehr, als auch das Salzburger Heimatwerk im Jahr 2026 selbst ein Jubiläum  feiert“, sagt Gundi Schirlbauer vom Salzburger Heimatwerk

Für Heiligenblut am Großglockner und die Region Oberes Mölltal ist dieses Jubiläum eine  schöne Gelegenheit, ein prägendes historisches Ereignis neu ins Bewusstsein zu rücken. Der  Besuch des Kaiserpaares ist eng mit der Geschichte dieses Ortes und der Region verbunden.  Es freut uns sehr, dass diese Erinnerung auf so hochwertige und zugleich zeitgemäße Weise  in einem Gemeinschaftsprojekt von Gemeinde und TVB-Heiligenblut am Großglockner,  GROHAG, Gastronomie-Betriebe Sauper und dem Land Kärnten aufgegriffen und so großartig  umgesetzt wurde“, sagt Martin Lackner, Bürgermeister von Heiligenblut am  Großglockner

Eröffnet wurde das Jubiläumsjahr am 17. Juni 2026 auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit  einem festlichen Programm. Musikalischer Empfang, Ansprachen, eine inszenierte Eröffnung  und ein anschließendes Mittagessen mit kaiserlichen Speisen schlagen dabei eine Brücke  zwischen historischer Erinnerung, kultureller Inszenierung und alpiner Erlebniswelt. Eine 

besondere Rolle kommt dabei Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group und Präsident von Austrian Leading Sights zu, der die feierliche Eröffnung mitgestaltet und  damit auch symbolisch als Bindeglied dieser historischen Reise von Schönbrunn bis zum  Großglockner auftritt. Als besonderes Gastgeschenk bringt er zudem einen Schönbrunn  Wein mit auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und setzt damit einen zusätzlichen Akzent, der  die Verbindung zwischen dem kaiserlichen Ausgangspunkt der Reise und ihrem historischen  Ziel sichtbar macht. 

Die Reise von Schönbrunn bis zum Großglockner steht exemplarisch für ein Stück  österreichischer Geschichte, das zwei bedeutende Orte auf besondere Weise miteinander  verbindet. Umso schöner ist es, dieses Jubiläum gemeinsam mit der Großglockner  Hochalpenstraße mitgestalten zu dürfen. Dass wir mit einem Schönbrunn Wein auch ein  symbolisches Gastgeschenk aus dem kaiserlichen Ursprung dieser Reise mitbringen können,  unterstreicht diese Verbindung auf sehr stimmige Weise“, so Klaus Panholzer,  Geschäftsführer der Schönbrunn Group

Mit der Ausstellung möchten wir den Blick hinter die oft idealisierten Bilder dieser Reise  lenken. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die symbolische Kraft des Kaiserbesuchs, sondern  auch die gesellschaftlichen, politischen und ganz menschlichen Dimensionen eines solchen  Aufbruchs. Gerade dieser differenzierte Zugang macht die Reise von Schönbrunn bis zum  Großglockner heute wieder spannend und erzählbar“, sagt Sibylle Kampl, Kuratorin der  Ausstellung

Die Großglockner Hochalpenstraße im Herzen des Nationalpark Hohe Tauern verbindet seit  Jahrzehnten Naturerlebnis, Geschichte und Kultur auf einzigartige Weise. Das Jubiläum 170  Jahre Kaiserbesuch zeigt eindrucksvoll, wie eng die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit der  österreichischen Geschichte verbunden ist. Besonders schön ist, dass mit den Ausstellungen,  dem neuen Panoramaweg und den eigens gestalteten Dirndln ein zeitgemäßer Zugang  geschaffen wird, der Geschichte lebendig und für Gäste unmittelbar erlebbar macht“, so  Maximilian Aigner, Landesrat des Landes Salzburg. 

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein Aushängeschild unseres Bundeslandes und ein  bedeutender touristischer Motor für die gesamte Region. Die neuen Ausstellungen und der  Panoramaweg zum 170-jährigen Jubiläum des Kaiserbesuchs erweitern das Angebot hier auf  der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und werten das beliebte Ausflugsziel weiter auf. Die gelungene  Verbindung von Geschichte, Natur und Tourismus macht ein wichtiges Stück gemeinsamer  Geschichte von Kärnten und Salzburg neu erlebbar“, sagt Martin Gruber,  Landeshauptmann-Stellvertreter des Landes Kärnten. 

Mit Ausstellungen, Panoramaweg und neuen Perspektiven auf die Geschichte macht die  Großglockner Hochalpenstraße das Jubiläum „170 Jahre Kaiserbesuch am Großglockner“ zu einem besonderen Höhepunkt des Jahres 2026. Die Reise von Franz Joseph und Sisi wird  damit nicht nur in Erinnerung gerufen, sondern an jenem Ort neu erlebbar gemacht, an dem  sich einst das symbolische „Gipfeltreffen“ von Kaiser und Großglockner ereignete.

Quelle: Großglockner Hochalpenstraßen AG

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