Wenn die Enttäuschung auf der Normalschanze für Lisa Eder etwas Gutes hatte, dann dass sie jetzt auf der Großschanze völlig befreit und ohne Druck springen kann.

Denn im Gegensatz zur „Kleinen“ erwartet man auf der „Großen“ von der Leogangerin – inklusive sie selbst – kein olympisches Edelmetall.
„Erwartungen habe ich nicht mehr viel. Mein Wettkampf, wo ich mir die größten Chancen ausgerechnet habe, ist schon vorbei“, erklärt Eder, die heuer im Weltcup nur zwei Podestplätze auf der Großschanze erringen konnte.
Hinzu kommt, dass sie mit der Schanze in Val di Fiemme noch nicht wirklich warm geworden ist. „Sie hat null Radius und einen extrem langen Tisch, das sind zwei Sachen, die ich überhaupt nicht mag. Ich habe noch keine Lösung gefunden. Es ist 50:50, dass ich das hinkriege.“
Immerhin ist der Druck, der vor dem Normalschanzen-Bewerb immens war, abgefallen. „Ich kann locker reingehen in das Ganze. Die Nervosität ist jetzt für fünf Jahre aufgebraucht, da habe ich nichts mehr in mir. Vielleicht schaffe ich es, dass ich ganz locker bleibe und super Sprünge mache.“
Darauf hofft auch Cheftrainer Thomas Diethart. „Ich glaube, dass sie ein bisschen Wut im Bauch hat, was für sie im Normalfall recht gut ist, dass sie ein bisschen aggressiver dazu geht, das hat sie schon öfter bewiesen, wenn sie in der Angreiferposition ist. Eine Medaille hätten wir natürlich schon gern, das Ziel wird für die Lisa sicher immer noch stehen.“
Quelle: ÖOC
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