Großevent war nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein Erfolg / Rund ein bis zwei Millionen Euro fließen in Landeshaushalt zurück

Im Februar 2025 stand Saalbach-Hinterglemm im Mittelpunkt der Ski-Welt. Die hervorragende Vorbereitung, langfristige Planung und gute Kostenkontrolle haben sich sprichwörtlich bezahlt gemacht. Die Alpine Weltmeisterschaft von 4. bis 14. Februar 2025 wurde deutlich billiger als ursprünglich geplant. Nun fließt Geld in den Landeshaushalt zurück.
Mehr als 600 Athletinnen und Athleten sowie rund 174.900 Zuschauerinnen und Zuschauer waren im Februar 2025 bei der Ski-Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm zu Gast. Ursprünglich war für das Großevent ein Gesamtbudget von 37,5 Millionen Euro vorgesehen – darin enthalten waren 15 Millionen Euro von Landesseite als Förderung. Nun liegt bis auf wenige Ausnahmen die Endabrechnung vor. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 33 bis 34 Millionen Euro, somit ergibt sich eine Einsparung von rund 3,5 bis 4,5 Millionen Euro gegenüber dem geplanten Budgetrahmen. Ein bis zwei Millionen Euro fließen nun vonseiten der damals gegründeten GmbH wieder in den Salzburger Landeshaushalt zurück. Dafür maßgeblich war auch das Konzept „Ein Berg, ein Ziel“.
Edtstadler: „Bleibender Mehrwert für Bevölkerung“
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betont: „Die Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm war in jeder Hinsicht ein Gewinn: Große Begeisterung, bleibender Mehrwert und weniger Kosten als geplant. Das beweist den verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld. Für die hervorragende Umsetzung danke ich allen Beteiligten. Die Ski-WM wird uns lange in Erinnerung bleiben. Denn wir haben nicht nur für zwei Wochen WM investiert, sondern in die Zukunft einer ganzen Region. Von der verbesserten Infrastruktur profitieren die Menschen vor Ort langfristig. Die hohe Wertschöpfung während der Veranstaltung hat in der Region zusätzlichen Mehrwert geschaffen. Genau so müssen Großveranstaltungen funktionieren: Sie sollen international begeistern, wirtschaftliche Impulse setzen und vor allem einen bleibenden Mehrwert für die heimische Bevölkerung schaffen.“
Zauner: „Mittel können wir gut gebrauchen“
Sportlandesrat Martin Zauner sagt: „Von den insgesamt 15 Millionen Euro an Landesförderungen werden voraussichtlich ein bis zwei Millionen Euro wieder in den Haushalt des Landes Salzburg zurückfließen. Diese Mittel werden wir beispielsweise für die Sanierung der Schanzenanlage in Bischofshofen gut gebrauchen können.“
Infrastruktur langfristig geschaffen
Auch in Sachen Infrastruktur war Saalbach-Hinterglemm vorbildlich. Mit den Finanzmitteln wurden langfristige Infrastruktur-Maßnahmen umgesetzt, die der Bevölkerung vor Ort noch lange nach der WM zugutekommen. Ein Beispiel dafür ist der Busterminal in Hinterglemm. Auch von den Mobilitätsmaßnahmen hat die heimische Bevölkerung profitiert. So kam es beispielsweise zur Verdichtung der SVV-Linie 680 zu einem Halbstundentakt, zusätzlichen Kursen der S3 und den Neubau des Bahnhofs Maishofen durch die ÖBB unter Beteiligung des Landes und der Gemeinde.
Analyse bestätigt hohe Wertschöpfung für Region
Der wirtschaftliche Impuls für die Region belief sich durch die Austragung der WM auf 34,7 Millionen Euro. Das bestätigt eine durch die Universität Innsbruck, das MCI und die Universität Salzburg durchgeführte wissenschaftliche Wertschöpfungsanalyse. 77,2 Prozent der Gäste kamen von außerhalb Salzburgs. Ein Verdrängungseffekt mit regulären Wintergästen konnte nicht festgestellt werden, zumal der WM-Berg auch während der Wettbewerbe weiterhin genutzt werden konnte. Die Befragung wies eine hohe Besucherzufriedenheit aus. 97,9 Prozent waren demnach zufrieden (75,6 Prozent sehr zufrieden, 22,3 Prozent zufrieden). Besonders hervorgehoben wurde die Atmosphäre, Organisation, aber auch die Anreisemöglichkeiten und das Shuttleangebot.
Quelle: Land Salzburg
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