Der Glocknerkönig 2026 hat einmal mehr bewiesen, warum er zu den legendärsten Bergrennen Europas zählt

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29. Glocknerkönig | 7. Juni 2026. PhotoCredit: JFK Photography © 2026

Am Sonntag, den 7. Juni, verwandelte sich die Region erneut in das Zentrum des alpinen Radsports. Nach einem noch wolkenverhangenen Morgen zeigte sich das Wetter entlang der autofreien Großglockner Hochalpenstraße zunehmend von seiner besten Seite. Mit fortschreitendem Renngeschehen setzte sich die Sonne immer mehr durch und die beeindruckende Kulisse rund um den Großglockner präsentierte sich in ihrer ganzen Pracht. Mit rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 37 Nationen verzeichnete die Veranstaltung einen neuen Teilnehmerrekord und setzte damit ein starkes Ausrufezeichen zum Auftakt des Radsommers.

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29. Glocknerkönig | 7. Juni 2026. PhotoCredit: JFK Photography © 2026

Bereits am Vortag stand der Radsport ganz im Zeichen von Gemeinschaft und sozialem Engagement. Mit dem Charity-Bergzeitfahren der Volkshilfe Salzburg erhielt das Rennwochenende erstmals einen zusätzlichen sozialen Schwerpunkt. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sportliche Leistung mit einem guten Zweck zu verbinden und sorgten damit bereits am Samstag für einen gelungenen Start des Rennwochenendes.

Am Sonntag richteten sich die Blicke auf den sportlichen Höhepunkt des Wochenendes. Schon lange vor dem Startschuss herrschte im Ortszentrum von Bruck eine besondere Atmosphäre. Tausende Radsportbegeisterte bereiteten sich auf die Herausforderung Großglockner vor, während zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer für eine stimmungsvolle Kulisse sorgten. Punkt 7 Uhr setzte sich das Rekordstarterfeld in Bewegung und nahm die 27,3 Kilometer lange Strecke mit 1.672 Höhenmetern Richtung Fuscher Törl in Angriff. Für die Ultra-Teilnehmer führte die Strecke kurz vor dem Ziel des Classic-Bewerbs weiter über die letzten sieben Kehren hinauf zur Edelweißspitze auf 2.571 Metern – den höchsten befahrbaren Punkt der Alpen.

Bereits kurz nach dem Start wurde deutlich, dass auch heuer wieder um jede Sekunde und jeden Höhenmeter gekämpft werden würde. An der Spitze wurde früh ein hohes Tempo angeschlagen, wodurch das Feld rasch auseinandergezogen wurde. Immer wieder wurden Angriffe gesetzt, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen und eine Vorentscheidung herbeizuführen. Mit jedem Höhenmeter wurden die Gruppen kleiner und die Abstände größer, ehe sich die stärksten Fahrer an der Spitze behaupten konnten. Zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke sowie die eindrucksvolle Hochgebirgskulisse sorgten dabei für jene besondere Atmosphäre, die den Glocknerkönig seit Jahrzehnten auszeichnet.

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29. Glocknerkönig | 7. Juni 2026. PhotoCredit: JFK Photography © 2026

Krimi bei den Herren

In der Classic-Wertung der Herren entwickelte sich ein spannender Kampf um den Sieg. Bei seiner ersten Teilnahme am Glocknerkönig setzte sich Quirin Haidl (DEU) mit einer herausragenden Zeit von 1:14:17,3h durch und sicherte sich nicht nur den Titel des Glocknerkönigs Classic 2026, sondern auch einen neuen Streckenrekord. Den im Jahr 2005 von Roland Stauder aufgestellten Rekord unterbot er um sagenhafte 58 Sekunden. Lange Zeit sah Rene Pammer (AUT) wie der sichere Sieger aus, ehe Haidl auf den letzten Metern noch einmal aufschließen und das Rennen zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Pammer überquerte mit einer Zeit von 1:14:31,8h als Zweiter die Ziellinie. „Ich habe gehofft, dass es sich ausgeht. Ich habe aber auch gemerkt, dass Quirin heute extrem stark war. Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht, trotzdem bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, zeigte sich Pammer nach dem Rennen sportlich.

„Ich hatte Rene immer im Blick und habe versucht, meinen Rhythmus zu finden und durchzuziehen. Dass ich ihn auf den letzten Metern noch abfangen konnte, macht den Sieg natürlich umso schöner“, freute sich Haidl nach seiner Zielankunft. Simon Oppel (AUT) sicherte sich mit einer konstant starken Fahrt den dritten Platz und komplettierte damit das Podium.

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29. Glocknerkönig | 7. Juni 2026. PhotoCredit: JFK Photography © 2026

Janine Meyer siegt erneut

Als mehrfache Siegerin und Titelverteidigerin galt Janine Meyer (DEU) auch heuer wieder als die Frau, die es zu schlagen galt. Mit einer beeindruckenden Zeit von 1:24:22,5h wurde sie ihrer Favoritenrolle einmal mehr gerecht und verbesserte dabei ihren eigenen Streckenrekord um 20,4 Sekunden. Damit setzte die Deutsche ihre beeindruckende Erfolgsserie beim Glocknerkönig fort. Die Plätze zwei und drei gingen an Melanie Geiger (AUT) und Luzia Meister (DEU). „Ich war in der Früh sehr angespannt, schließlich war es erst mein zweites Rennen nach meinem Sieg auf Mallorca. Umso mehr freue ich mich, dass alles so gut funktioniert hat. Es ist immer etwas Besonderes, beim Glocknerkönig dabei zu sein“, erklärte die Siegerin nach ihrer Zielankunft am Fuscher Törl. Für Melanie Geiger kam der Erfolg völlig überraschend. „Ich kann es noch gar nicht glauben. Im Ziel war ich komplett fertig und hätte nie damit gerechnet. Das ist bisher sicherlich mein größter sportlicher Erfolg“, freute sich die Zweitplatzierte über ihre starke Leistung.

Für die Teilnehmer der Ultra-Wertung war am Fuscher Törl noch lange nicht Schluss. Die zusätzlichen sieben Kehren auf historischem Kopfsteinpflaster hinauf zur Edelweißspitze verlangten den Athleten noch einmal alles ab. Am Ende setzte sich Frederik Niessen (DEU) in einer Zeit von 1:22:16,7h durch und feierte bei seiner Glocknerkönig-Premiere seinen ersten Sieg. Mit einer starken Leistung auf dem Schlussanstieg zur Edelweißspitze ließ er die Konkurrenz hinter sich und krönte sich zum Sieger der Ultra-Wertung. Adrien Legriffon (FRA) und Thomas Kronsteiner (AUT) sicherten sich die weiteren Podestplätze. „Für mich ist dieser Sieg etwas ganz Besonderes. Mit 16 Jahren war der Großglockner der erste Pass, den ich jemals richtig gefahren bin. Dass ich heute hier gewinnen konnte, schließt für mich einen Kreis und macht diesen Erfolg umso bedeutender“, strahlte der Sieger nach seiner Zielankunft auf 2.571 Metern.

Auch die Damen stellten sich der zusätzlichen Herausforderung Edelweißspitze und lieferten dabei starke Leistungen ab. Julia Jedelhauser (DEU) setzte sich in der Ultra-Wertung mit einer Zeit von 1:33:48,8h durch und sorgte dabei für den nächsten Streckenrekord des Tages. Mit ihrer herausragenden Leistung sicherte sie sich den Titel der Glocknerkönigin Ultra 2026. Hinter der Siegerin belegten Julia Sörgel (AUT) und Daniela Traxl-Pintarelli (AUT) die Plätze zwei und drei. „Mit diesem Ergebnis habe ich überhaupt nicht gerechnet. Von Beginn an ist es aber richtig gut gelaufen und deshalb freue ich mich jetzt natürlich riesig über diesen Sieg“, erklärte die Siegerin nach ihrem Erfolg auf der Edelweißspitze.

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29. Glocknerkönig | 7. Juni 2026. PhotoCredit: JFK Photography © 2026

Große Zufriedenheit herrschte auch beim Veranstalter. Besonders der neue Teilnehmerrekord, die internationale Beteiligung und der reibungslose Ablauf sorgten für Begeisterung.

„Dass wir heuer so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie noch nie beim Glocknerkönig begrüßen durften, erfüllt uns mit großer Freude und auch mit Stolz. Der enorme Zuspruch zeigt, welchen Stellenwert der Glocknerkönig mittlerweile in der internationalen Radsportszene genießt. Wenn dann noch gutes Wetter, eine großartige Stimmung entlang der Strecke und ein reibungsloser Ablauf dazukommen, ist das die schönste Bestätigung unserer Arbeit. Tausende Menschen leben hier gemeinsam ihre Leidenschaft für den Radsport, entlang der Strecke entsteht eine einzigartige Atmosphäre und am Ende erreichen so viele glückliche Gesichter das Ziel – das ist die schönste Belohnung für die Arbeit eines ganzen Jahres. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern, Einsatzorganisationen, Partnern, Sponsoren sowie den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern, die diesen Tag möglich gemacht haben“, freute sich Simone Höller, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes BRUCK FUSCH | GROSSGLOCKNER.

Mit einem neuen Teilnehmerrekord, beeindruckenden sportlichen Leistungen und einer einzigartigen Atmosphäre hat der Glocknerkönig 2026 einmal mehr gezeigt, warum er zu den bekanntesten Bergrennen Europas zählt. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr, wenn der Glocknerkönig sein 30-jähriges Jubiläum feiert. Die Anmeldung für die Jubiläumsausgabe wird im Dezember freigeschaltet.

Unsere neuen Glocknerkönige

GLOCKNERKÖNIG*IN CLASSIC

Männer: Quirin Haidl, DEU in 1:14:17,3h

Frauen: Janine Meyer, GER in 1:24:22,5h

GLOCKNERKÖNIG MANNSCHAFT CLASSIC

Kaiserschmarrn Jäger mit Rene Pammer, Simon Oppel, Christian Oberngruber, Daniel Webhofer, Andreas Paster

GLOCKNERKÖNIG*IN ULTRA

Männer: Frederik Niessen, DEU in 1:22:16,7h

Frauen: Julia Jedelhauser, DEU in 1:33:48,8h

GLOCKNERKÖNIG MANNSCHAFT ULTRA

Big Time Sports and Friends mit Julia Sörgel, Korbinian Müller, Hans Peter Obwaller, Adrien Legriffon

Quelle: BRUCK FUSCH | GROSSGLOCKNER/JFK Photography

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