Hochwasserschutz Oberpinzgau: Bürgermeister wurden über laufende Pläne informiert / Rasche Maßnahme angedacht

Luftaufnahme Murenabgänge und Hochwasser in Mittersill. In Mittersill sind am Donnerstagabend durch ein heftiges, lokales Gewitter mehrere Muren abgegangen. Die Pass Thurn Straße wurde an mehrere Stellen verlegt und ist mittlerweile eingeschränkt wieder befahrbar. Im Mittersiller Ortsteil Rettenbach mussten Personen aus ihren Häusern geborgen werden. Mittersill 18.08.2023 Foto: WLV/Gebhard Neumayr

Das Ziel ist klar: Den Hochwasserschutz im Oberpinzgau Schritt für Schritt umsetzen. Dabei setzt das Land auf kurz- und mittelfristige Maßnahmen, die einen verbesserten Schutz der Bevölkerung gewährleisten sollen.

Landesrat Maximilian Aigner hat am Dienstag die Bürgermeister des Oberpinzgaus über die laufenden Pläne für den Hochwasserschutz entlang der Salzach und der Seitentäler informiert. Dabei wird das Land als erstes jene Projekte umsetzen, die den schnellsten Schutz gewährleisten. Deshalb wird zunächst eine kurzfristig umsetzbare Optimierung des bestehenden Schutzbaus in Mittersill errichtet. „Diese Maßnahme kann rasch realisiert werden und unmittelbar zusätzliche Sicherheit bringen“, erklärt Landesrat Maximilian Aigner. Erst durch die detaillierte Überprüfung des hydraulischen Modells und vertiefte Analysen der Abflussverhältnisse sei diese zusätzliche Optimierungsoption sichtbar geworden.

Hintersee-Mittersill: Land übernimmt Verantwortung

Das Projekt Hintersee-Mittersill wird landesseitig umgesetzt und soll zusätzliche Schutzwirkungen bringen. „Durch die Einbindung der Landesumweltanwaltschaft und des Naturschutzbundes konnte eine tragfähige Lösung gefunden werden. Der nationalparkrechtliche Bescheid wird derzeit entsprechend adaptiert. Ich bedanke mich für die konstruktive Zusammenarbeit. Diese Art der Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist auch in Zukunft der Weg des Wasserverbands bei den nächsten Projektschritten“, so der Obmann des Wasserverbandes Salzach, Bürgermeister Hannes Lerchbaumer.

Hollersbach bleibt zentraler Bestandteil

Das Projekt Hollersbach bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil des langfristigen Hochwasserschutzes im Oberpinzgau. „Dieses Schutzprojekt können wir nur gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Klimaschutz umsetzen. Hollersbach bleibt aus wasserwirtschaftlicher Sicht ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts für den Oberpinzgau“, erklärt Abteilungsleiter Dominik Rosner. Das Land stehe diesbezüglich in engem Austausch mit dem Bund, weil Hollersbach integraler Bestandteil des Hochwasserschutzes im Oberpinzgau bleibe. „Unser Ziel bleibt klar: den Hochwasserschutz im Oberpinzgau Schritt für Schritt weiter auszubauen – mit kurzfristig wirksamen Maßnahmen ebenso wie mit langfristigen Infrastrukturprojekten. Entscheidend ist, dass der Schutz der Bevölkerung konsequent verbessert wird“ so Landesrat Aigner.

Quelle: Land Salzburg

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