Lukas Müllauer beendet seine aktive Wettkampfkarriere!

Der 28-jährige Saalfeldner hat in seiner Laufbahn für zwei aufsehenerregende Premieren gesorgt. Im März 2019 holte er beim Big Air in Quebec (CAN) den ersten Weltcupsieg für das rot-weiß-rote Freeski-Team. Vier Jahre später gewann er bei der Weltmeisterschaft in Bakuriani (GEO) ebenfalls im Big Air die Silbermedaille und schrieb mit dem ersten WM-Edelmetall für Österreich erneut heimische Freeski-Geschichte.
Lukas Müllauer startete zu Beginn seiner Weltcupkarriere in der Saison 2014/15 in allen drei Freestyle-Disziplinen Big Air, Halfpipe und Slopestyle. Nach seinem einzigen Olympia-Start (2018 in Pyeongchang/KOR in der Halfpipe) konzentrierte er sich dann auf Big Air und Slopestyle. Spätestens mit dem Weltcupsieg in Quebec gehörte Müllauer endgültig zum engsten Kreis der Weltklasse und untermauerte diese Tatsache mit Big-Air-Silber bei der Weltmeisterschaft 2023 in Bakuriani.
Von seinem Auftritt in Georgien blieb ein spektakulärer „Switch Left Double Cork 2160 Tail-Grab“ in Erinnerung, mit dem sich „Mülle“ auf das WM-Podium katapultierte. Ein extrem schwieriger Trick mit nicht weniger als sechs Drehungen um die eigene Achse, zwei davon über Kopf. „Das war mein erster und einziger 21er in einem Contest. Auf die WM-Silberne bin ich ebenso stolz wie auf den Weltcupsieg in Quebec. Ich bin happy, was ich sportlich erreicht habe, aber zwölf Saisonen im Weltcup haben bei mir körperlich auch ihre Spuren hinterlassen, daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um meine Karriere zu beenden“, erklärt Müllauer, der von 2015 bis 2023 an fünf Weltmeisterschaften teilgenommen hat und im März 2024 als Zweiter in Silvaplana (SUI) auch im Slopestyle einen Weltcup-Podestplatz geholt hat.
„Ich möchte mich beim ÖSV und ganz besonders bei meinem langjährigen Coach Martin Premstaller bedanken. Ich habe mich im Freeski-Team immer extrem wohlgefühlt. Es war cool, wie wir uns gegenseitig gepusht haben. Ein großer Dank geht auch an meine Familie, die für mich stets eine große Stütze gewesen ist, sowie an alle meine Partner und Sponsoren“, so Müllauer, der dem Wintersport nicht gänzlich den Rücken kehren wird. „Im Vordergrund steht jetzt zwar einmal der Abschluss meines Studiums in Management und Unternehmensführung. Ich habe aber auch vor, ins Freeriden hineinzuschnuppern und Videoprojekte umzusetzen.“
„Lukas Müllauer hat mit harter und konsequenter Arbeit den Sprung in die Weltelite geschafft. Seine Erfolge haben dazu beigetragen, dass Österreich auf der internationalen Freeski-Landkarte an Bedeutung gewonnen hat. Dazu hat er als Leader eine wichtige Rolle in unserem Team eingenommen, sein Wort hatte Gewicht. Ich gratuliere ,Mülle‘ zu einer außergewöhnlichen Karriere und wünsche ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute und viel Erfolg“, sagt Matthias Schenk, sportlicher Leiter für Freestyle im ÖSV.
Quelle: Ski Austria
Weitere Nachrichten aus dem Pinzgau findest du auf unserer Startseite →