Bereits zum vierten Mal gehört Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau) zu den besten Zehn bei Berglauf-Europameisterschaften.

Der 30-jährige Oberpinzgauer belegte beim heutigen Up & Down Mountain Race am Finaltag der European Off-Road Running Championships im slowenischen Kamnik den achten Rang und führte ein starkes österreichisches Team zu Platz fünf in der Nationenwertung. Hans-Peter Innerhofer (LC Oberpinzgau) und Maximilan Meusburger (Im Wald läuft’s) liefen auf den Positionen 20 und 21 hintereinander ins Ziel. Mit 49 Platzierungspunkten fehlten elf Zähler zum Medaillentraum in der Nationenwertung.
Um dem Traum einer Top-Platzierung in der Nationenwertung in Kombination mit einem guten Abschneiden in der Einzelwertung zu jagen, startete das österreichische Team wie angekündigt offensiv in den 13,5 Kilometer langen Up & Down Mountain Bewerb mit Start und Ziel in Kamnik, bei dem in drei Anstiegen 970 Höhenmeter erklommen werden mussten. Bei der ersten Zwischenzeit nach 2,5 Kilometern lagen Manuel und Hans-Peter Innerhofer auf den Positionen vier und acht mitten im Spitzenfeld.
Im ersten technisch anspruchsvollen Downhill und dem darauffolgenden zweiten Anstieg zog sich das Feld weit auseinander. Manuel Innerhofer lief weiterhin konstant meist auf Rang acht liegend und erreichte das Ziel auf dem Hauptplatz in Kamnik nach 1:02:28 Stunden Laufzeit auf genau dieser Position. Es ist sein zweitbestes Abschneiden bei Europameisterschaften hinter dem vierten Platz im Up & Down Mountain Race vor vier Jahren. Beim Uphill-Bewerb 2019 in Zermatt wurde der Pinzgauer ebenfalls Achter.
Sein Zwillingsbruder Hans-Peter verlor in der mittleren Wettkampfphase einige Positionen, hielt sich aber bis zur Schlussphase in den Top-20 und beendete den Wettkampf nach 1:04:29 Stunden.
Manuel Innerhofer war mit seiner Platzierung „im Großen und Ganzen megahappy“. „Ich war bergauf sicherlich der Stärkste in der Verfolgergruppe und konnte ziemlich puschen!“ Auch mit seiner Renneinteilung war der Pinzgauer recht zufrieden: „Am Start gilt nur eine Devise: alles oder nichts! Man muss ein gewisses Risiko eingehen, denn die Spitze läuft schnell weg und man muss in einer guten Position in den ersten Anstieg hineinlaufen, sonst steckt man hinten fest und verliert zu viel Zeit.“
Ein Up & Down Mountain Race sei immer eine Gratwanderung: „Es geht darum, so viel zu investieren, dass man schnellstmöglich ist, ohne zu früh zu überpacen. Letztendlich war ich etwas erstaunt, wie gut meine Konkurrenten heute im Downhill waren und wie viele Reserven sie auf den letzten flachen Passagen im Ort noch hatten“, gab der 30-Jährige zu.
Sein Bruder hielt bis zur ersten Zwischenzeit nach 2,5 Kilometern am Ende des ersten steilen Stücks gut mit und war Teil der Spitzengruppe. Diese verkleinerte sich im darauffolgenden Bergabstück rasant und Hans-Peter Innerhofer fiel deutlich aus den Top-Ten. „Ich war schon verwundert, wie wild manche, vor allen Dingen die Jungen, heute die Downhills hinuntergerast sind“, schilderte er. Mit Platz 20 war der Pinzgauer zufrieden, besonders in den ansteigenden Teilstücken fühlte er sich wohl. „Ich war im Ziel komplett am Ende und auch muskulär am Limit. Das zeigt: Ich habe alles aus mir herausgeholt!“
Quelle: ÖLV
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