Mit großem Ehrgeiz, viel Herz und beeindruckenden Lebenswegen blicken drei Salzburger Athlet:innen den kommenden Paralympische Winterspiele entgegen. Laura Streng, Sebastian Rigby und Markus Schmidhofer stehen sinnbildlich für eine neue Generation im heimischen Parasport.

Laura Streng schreibt Sportgeschichte
Die erst 21-jährige Laura Streng ist von Geburt an halbseitig gelähmt und verbindet seit drei Jahren ihr Jus- und Wirtschaftsstudium mit einer Karriere als Para-Skifahrerin. 2025 sorgte sie für einen historischen Moment: Als erste österreichische Medaillengewinnerin bei den FISU World University Games schrieb sie heimische Sportgeschichte.
Seit dieser Saison gehört Streng dem Österreichischer Skiverband Parasport C-Kader an und gilt als eine der großen Hoffnungen für die Zukunft.
„Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben und dann schauen wir, was am Ende rauskommt“, erklärt Streng fokussiert und zugleich gelassen.

Sebastian Rigby: Schnell angekommen im Monoski
Sebastian Rigby sitzt nach einem Rückenmarksinfarkt im Rollstuhl und fand vor drei Jahren im Monoski seinen sportlichen Neustart. Der 27-jährige Thalgauer machte rasch enorme Fortschritte – anfangs noch mit einem 24 Jahre alten Monoski unterwegs, zählt er heute mit moderner Ausrüstung zu den Sieganwärtern bei FIS- und Europacup-Rennen. Auch er steht seit dieser Saison im ÖSV Parasport C-Kader.
Trotz beachtlicher Erfolge bleibt Rigby vor seinen ersten Paralympischen Spielen bewusst zurückhaltend:
„Von einer Medaille will ich nicht reden. Ich will nur mein Bestes geben und die Erfahrung mitnehmen.“

Markus Schmidhofer: Vom Schlaganfall zurück auf das Snowboard
Der älteste im Trio ist Markus Schmidhofer. Der 39-jährige Radstädter erlitt vor fünf Jahren einen Schlaganfall – mit weitreichenden Folgen. „Ich musste alles erst wieder lernen, ob schlucken, essen oder sprechen“, erinnert sich der zweifache Familienvater. Doch ein Ziel ließ ihn nicht los: die Rückkehr auf sein geliebtes Snowboard.
Bereits sechs Monate später stand er wieder auf dem Brett – zunächst am Babylift, heute regelmäßig auf dem Podest bei FIS-Rennen. Seit zwei Saisonen ist auch Schmidhofer Teil des ÖSV Parasport C-Kaders und darf nun bei den Paralympischen Spielen sein Können zeigen.
„Ich will ins Ziel kommen, ohne zu stürzen, und meine bisherigen Leistungen übertreffen!“, formuliert er sein persönliches Ziel.

Drei Wege, ein Ziel
Ob junges Ausnahmetalent, Quereinsteiger im Monoski oder Comeback nach schwerem Schicksalsschlag – Streng, Rigby und Schmidhofer zeigen eindrucksvoll, wofür der heimische Parasport steht: Leistungsbereitschaft, Demut und der unbedingte Wille, Grenzen zu verschieben. Die Vorfreude auf die Paralympischen Spiele ist groß – und Salzburg darf gespannt sein.
Quelle: SLSV
Weitere Nachrichten aus dem Pinzgau findest du auf unserer Startseite →