Heute starten die Zeller Eisbären mit einem Heimspiel ins Halbfinale der Alps Hockey League. Gegner ist mit dem HC Gröden ein echter Traditionsklub, der sich im Viertelfinale gegen die Red Bull Hockey Juniors durchsetzen konnte.

Gröden beendete den Grunddurchgang zwar „nur“ auf Rang 11, zeigte sich aber bereits in der Qualifikationsrunde in toller Form, holte aus sechs Spielen fünf Siege. In den Pre Playoffs eliminierte die „Furie“ die Kitzbüheler Adler und setzte sich anschließend im Viertelfinale auch gegen Grunddurchgangssieger Salzburg mit 4:3 durch.
Die Südtiroler erleben eine äußerst turbulente Spielzeit. Im Sommer mit viel Elan und einigen guten Neuzugängen gestartet, gab es immer wieder Kaderrochaden. Starstürmer Adam Brady ist ebenso nicht mehr bei den Grödnern wie Trainer Kivelä. Unter der Ägide von Marcel Skokan hat sich zuletzt aber eine kampfstarke, verschworene Einheit gebildet, die als Team funktioniert und mit Kitzbühel und den RB Hockey Juniors bereits zwei starke Teams ausgeschaltet hat.
Eng verbunden mit dem derzeitigen sportlichen Erfolg ist Neuzugang Claes Endre. Der schwedische Torhüter war einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren im Duell mit Salzburg, trieb den Grunddurchgangssieger immer wieder zur Verzweiflung und gewann einige Spiele fast im Alleingang. Er weist derzeit auch die stärkste Fangquote in der Alps Hockey League auf (94%). Um einen guten italienischen Stamm gibt es noch ein paar herausragende Einzelkönner. Der Tscheche Dostalek (letzte Saison bei Sisak) ist der Topscorer im Team, hält in den (Pre-)Playoffs bei 6 Toren und 4 Vorlagen. Gute Statistiken haben auch der Italo-Kanadier Moncada (46 Punkte in 43 Spielen) oder Kapitän Pitschieler (46 Punkte in 51 Spielen). Das Goldtor in der Overtime von Spiel sieben gegen Salzburg erzielte Luisetti. In der Verteidigung sind einige Spieler dabei, die die Liga bereits gut kennen. Assistant-Kapitän Senoner, Nationalspieler Soracreppa, oder Brighenti, der Unterland-Kapitän, der erst kürzlich zu den Grödnern gewechselt ist – das sind allesamt gestandene Alps Hockey League Verteidiger. Dazu die Legionäre Guimond (Erstligaerfahrung bei Innsbruck), Buono (drittbester Scorer im Team) und Vozovik. Die „Furie“ ist durch und durch gut besetzt. Ein Erfolg in der Overtime im Entscheidungsspiel 7 gegen den Sieger der Regular Season Salzburg – das schafft zudem ordentlich Selbstvertrauen. Die bisherigen Saisonduelle mit Zell am See, aus Sicht der Eisbären: 1:3; 7:1; 0:3 – es gab durchwegs Heimsiege.

Mit Gröden wartet also ein Gegner, der seit Wochen in Topform ist, Kitzbühel und Salzburg schlägt man nicht zufällig. Die Südtiroler stehen zurecht im Halbfinale, verstecken brauchen sich aber auch die Eisbären nicht. Man hat in der Master Round alle acht Spiele gewonnen, den Titel als Österreichischer Meister eingefahren und im Viertelfinale starke Wipptal Broncos mit 4:1 besiegt und kaum Schwächen gezeigt. Dass mit Asiago und Salzburg bereits zwei der Top-Teams ausgeschieden sind, unterstreicht einmal mehr, wie eng und ausgeglichen die Liga in dieser Saison ist. Umso höher ist es einzuschätzen, dass die Eisbären als letztes österreichisches Team noch im Bewerb vertreten sind – ein Privileg, das sich die Mannschaft hart erarbeitet hat. Als amtierender Meister will man die Mission Titelverteidigung weiter fortsetzen und strebt nach mehr. Vor bestimmt erneut großartiger Kulisse will man beim Heimspiel den nächsten Schritt setzen und Spiel 1 in diesem Halbfinale für sich entscheiden.
Headcoach Marcel Rodman: „Wir freuen uns sehr darauf, die Serie zu beginnen. Wir hatten eine Pause, daher sind wir bereit, wieder loszulegen. Der Fokus lag diese Woche vor allem auf unsere eigenen Stärken, weniger auf dem Gegner. Heute und morgen früh werden wir einige Details anpassen, speziell in Bezug auf Gröden, da der Gegner bis gestern Abend noch nicht feststand. Das hat unser Training nicht verändert, aber es wird sich heute wahrscheinlich ein wenig auf die Einheit auswirken. Wie gesagt, es geht dabei vor allem um die Vorbereitung auf Details, insbesondere darauf, wie sie spielen. Sie hatten zuletzt einen sehr guten Lauf gehabt, spielen defensiv sehr stabil und sind offensiv sehr gefährlich. In der Qualifikationsrunde waren sie herausragend und haben gerade Salzburg geschlagen, einen der größten Titelkandidaten. Deshalb haben wir definitiv großen Respekt vor ihnen. Sie sind im Moment ein sehr selbstbewusstes Team, und ich erwarte eine harte Serie. Wie gesagt, wir respektieren sie sehr. Sie sind sehr gut gecoacht, spielen diszipliniert und sind offensiv sehr gefährlich. Wir haben Respekt vor ihnen, wissen aber auch, wozu wir selbst fähig sind. Die ganze Woche diente der Vorbereitung auf die nächste Runde, daher freuen wir uns darauf, gehen sehr selbstbewusst und gesund in die Serie – was ebenfalls entscheidend ist – wir können es kaum erwarten, dass es losgeht.“
Die Spieltermine fürs Halbfinale stehen bereits fest. Los geht es mit dem Heimspiel am Donnerstag, dem 26. März, wie gewohnt um 19:30 Uhr in der KE KELIT Arena. Gespielt wird eine Best-of-Seven-Serie, es gibt also mindestens vier und höchstens sieben Spiele, immer abwechselnd in Zell am See und in Wolkenstein, im Pranives. Die ersten vier Termine sind demnach bereits fixiert: Donnerstag, 26. März – Heimspiel; Samstag, 28. März – Auswärtsspiel; Dienstag, 31. März – Heimspiel; Donnerstag, 2. April – Auswärtsspiel. Falls nötig: Samstag, 4. April – Heimspiel; Dienstag, 7. April – Auswärtsspiel; Donnerstag, 9. April – Heimspiel.
Sämtliche Saisonkarten gelten selbstverständlich auch für die Playoffs, die Freikarten für Tagestickets allerdings nicht. Der Vorverkauf für Tageskarten, aber auch für das Länderspiel am 30.04. und das Red Bulls Salute ist online möglich: https://www.ticket onlineshop.com/ols/eisbaeren/
Livestreams gibt es weiterhin auf: https://valcome.tv/tickets/ahl
Das zweite Halbfinale lautet: KHL Sisak gegen den HC Meran/o.
Quelle: EK Zeller Eisbären
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