Im Rahmen der Erztrophy wurden am heutigen Sonntag die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Individual ausgetragen. Auf der neuen Strecke in Werfenweng kürten sich Sarah Dreier und Nils Oberauer mit dem Meistertitel

Das Individual gilt bei den Skibergsteigern als die Königsdisziplin. Die Mischung aus Fellaufstiegen im freien Gelände, steile Tragepassagen und rasante Abfahrten machen die Rennen zu einer echten Herausforderung. Die Erztrophy in Werfenweng zählt zweifellos zu den Klassikern in der Szene und hat auch in diesem Jahr seinem Ruf als echtes Individual alle Ehre gemacht. Kaiserwetter und Pulverschnee taten ihr übriges, um perfekte Verhältnisse für Skibergsteiger zu schaffen. Rund 1.350 Höhenmeter galt es am heutigen Sonntag für die rund 80 Teilnehmer der Österreichischen Staatsmeisterschaften zu bewältigen. Sarah Dreier und Nils Oberauer kamen mit den durchaus anspruchsvollen Bedingungen offensichtlich am besten zurecht und sicherten sich den obersten Platz auf dem Podest und damit auch den Staatsmeistertitel.
Bei den Damen stand aus ÖSV-Sicht lediglich Sarah Dreier am Start. Die Vertical Spezialistin hatte von Beginn an mit ihren Fellen zu kämpfen und musste bereits kurz nach dem Start erneut auffellen. Als letzte ging die Salzburgerin in den ersten Anstieg und musste das Feld von hinten aufrollen. Noch vor der ersten Abfahrt führte Dreier aber bereits die Damenwertung an. Anschließend konnte die 30-Jährige ihre Führung behaupten und ausbauen. Mit einer Laufzeit von 1:11:08 Stunden querte die Pinzgauerin die Ziellinie und verwies damit Vorjahressiegerin Ina Forchthammer sowie Bianca Somavilla auf die Plätze 2 und 3. Bei den Herren wurde Hannes Lohfeyer Zweiter.
Sarah Dreier: „Ein Individual schreibt immer wieder seine eigenen Gesetzte und bei mir war heute schon beim Start das erste Malheur. Ich bin dann allerdings gut ins Rennen gekommen und habe das Feld von hinten aufgerollt. Alles in allem ein schwieriger Start in ein anspruchsvollen Individual bei traumhaften Bedingungen mit einem glücklichen Ende. Insofern bin ich wirklich sehr stolz auf meinen heutigen Staatsmeistertitel.“
Quelle: Ski Austria
