System seit fast vier Wochen im „Echtbetrieb“ / Weniger Stau für Bewohnerinnen und Bewohner in Piesendorf

Es ist ein für Salzburg bis dato einzigartiges System, das im Pinzgau getestet wird. Spezielle Verkehrskameras, sogenannte mobile Videodetektoren, werten die aktuellen Verkehrsbilder mittels KI-Unterstützung aus. Die Kameras erfassen und werten den Verkehr auf den drei Ästen (die B168, Mittersiller Straße, nach Mittersill beziehungsweise Zell am See sowie die L215, die Kapruner Straße) in Echtzeit aus und schalten je nach Bedarf eine der drei Ampeln auf Rot. So wird der Stau in Spitzenzeiten deutlich verringert. Um valide Aussagen zum System treffen zu können, wird derzeit parallel eine Reisezeiterfassung an den drei Ästen durchgeführt. Die Zahlen dazu sollen Ende des Jahres vorliegen.
Schnöll: „Ziel: Staubelastung deutlich reduzieren.“
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll betont: „Der Verkehr im Zentralraum Zell am See wird sich leider niemals komplett in Luft auflösen. Mit den Pförtnerampeln kann das Land Salzburg die Staubelastung für die Anrainerinnen und Anrainer jedoch reduzieren. So können wir die Spitzenzeiten entschärfen und verlässlichere Fahrzeiten schaffen – auch für den öffentlichen Verkehr. Seit fast vier Wochen läuft der Testversuch. Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass das System funktioniert.“
Akribische Analyse von Staupunkten
Die unterschiedlichen Verkehrsspitzen – Stichwort Anreise und Abreise der Gäste – sind für Projektleiter Roland Lantzberg vom Referat Öffentlicher Verkehr und Verkehrsplanung eine besondere Herausforderung: „Wir haben hier keine klassischen Spitzen. Der Verkehr verteilt sich so gut wie über die gesamte Woche. Daher war im Vorfeld eine gute Verkehrserfassung essenziell. Es wurden akribisch alle möglichen Staupunkte analysiert.“ Die Baustelle an der B168 bei Walchen hat auf die Pförtnerampeln keine Auswirkungen. „Das System wird erst ,scharf‘ geschaltet, wenn auf den relevanten Verkehrsästen Probleme auftreten“, so Lantzberg.
Kostengünstiges Videosystem
Durch die Verkehrslichtsignalanlage (Ampel) mit Videodetektoren kann der Verkehrsfluss bedarfsgerecht gesteuert werden. Das System erkennt Stau auf den Zufahrten zum Kreisverkehr und greift nur in den Verkehr ein, wenn es erforderlich ist. Die oft stark schwankenden Verkehrsstärken in diesem Bereich sind somit immer im Blick. „Eine bauliche Veränderung am Kreisverkehr ist nur sehr schwer möglich und sehr kostenintensiv. Eine Lösung durch den Einsatz von Verkehrstechnik ist günstiger“, berichtet Stefan Fuchsberger von der Landesstraßenverwaltung, der für die technische Abwicklung zuständig ist.
Quelle: Land Salzburg
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