Foto: ÖLV/Hannah Köstler

Das ÖLV-Team für die World Mountain and Trail Running Championships 2025 in Canfranc in den spanischen Pyrenäen hat zum Abschluss des viertägigen Wettkampfprogramms ein Top-Resultat erzielt. Im Mountain Classic der Männer (früher auch Up & Down genannt) erreichte das österreichische Team den beachtlichen sechsten Platz in der Nationenwertung. Für die 70 in die Wertung fallenden Punkte aus der Addition der drei besten Resultate waren die guten Einzelplatzierungen von Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau), Hans-Peter Innerhofer (LC Oberpinzgau) und Johannes Nussbaumer (EXCITINGFIT RUNNINGTEAM) verantwortlich. Die Innerhofer-Zwillinge beendeten den Wettkampf auf den Positionen 15 und 26, Nussbaumer kam nach einer Aufholjagd auf der zweiten Runde noch auf Rang 29.

Manuel Innerhofer, der am Donnerstag im Uphill nicht am Start war und mit frischeren Beinen den heutigen Wettkampf angehen konnte, demonstrierte von Beginn an seinen Willen, in der Verfolgergruppe hinter den favorisierten Afrikanern ein aktives Rennen zu zeigen und hielt sich lange Zeit in der Nähe des ehemaligen Europameisters Cesare Maestri aus Italien und dem stärksten aus dem spanischen Team, Alejandro Garcia, auf – stets auf Positionen zwischen zwölf und 15. „Bergauf war ich heute richtig stark. Die erste Runde bin ich voll kontrolliert hinaufgelaufen, in der zweiten Runde konnte ich richtig puschen“, erzählte der 30-Jährige.

Dass er im finalen Downhill nicht zulegen konnte – normalerweise eine seiner Stärken – und sich mit etwas Seitenstechen plagte, lag daran, dass er mit viel Trainingsrückstand in die Saison gegangen ist und im Sommer lange schonend trainierte, um die Belastungen auf die Wade möglichst gering zu halten. Daher absolvierte er weniger Downhilltraining als in anderen Jahren. Nach 1:06:04 Stunden erreichte der Pinzgauer die Ziellinie als fünfbester Europäer im Feld. „Ich bin voll zufrieden und stolz, dass ich noch einmal richtig gut in Form gekommen bin und heute eine starke Leistung zeigen konnte.“

Solide Rennen von Innerhofer und Nussbaumer

Wie erwartet kam der Mountain Classic von der Streckencharakteristik den sportlichen Fähigkeiten seines Zwillingsbruders eher entgegen als der Uphill-Kurs am Donnerstag. Auch Hans-Peter gelang im letzten Wettkampf einer für ihn langen und fordernden Trailrunningsaison eine gute Renneinteilung und folglich eine konstante Leistung über die gesamte Distanz knapp außerhalb der Top-20. Nach einer Zeit von 1:08:02 Stunden überquerte der amtierende Staatsmeister die Ziellinie als 26., drei Positionen und 23 Sekunden vor Johannes Nussbaumer. „Ich bin zufrieden und habe alles gegeben. Leider hatte ich in der Schlussphase etwas Schmerzen in den Beinen. Das ärgert mich ein bisschen, dass ich da nicht noch den ein oder anderen überholen konnte. Aber grundsätzlich ist das Ergebnis ok“, sagte der zweifache Staatsmeister in diesem Jahr.

Nussbaumer, im Uphill-Bewerb am Donnerstag als 33. bester Österreicher, lag zur Halbzeit des Rennens noch auf Position 45 und fast eine Minute hinter Hans-Peter Innerhofer. Doch der Oberösterreicher arbeitete sich in der zweiten Bergauf-Passage um mehr als ein Dutzend Positionen im Feld nach vorne und führte seine Aufholjagd auch im Downhill fort. Der vierte Österreicher im Feld, Sebastian Falkensteiner (LC Oberpinzgau), beendete den Wettkampf in einer Zeit von 1:11:35 Stunden auf Platz 54 unter 142 gestarteten Athleten.

Österreich mitten unter Europas besten Teams

In der Nationenwertung waren lediglich die Teams aus Kenia, das vier Athleten unter die Top-Sechs der Einzelwertung bekam, Uganda, Italien, den USA und von Gastgeber Spanien besser platziert als das ÖLV-Team, das traditionsreiche Berglauf-Nationalteams wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland und auch die bisher in Canfranc so erfolgreiche Schweiz hinter sich ließ. „Hinblicklich der Europameisterschaften im nächsten Jahr in Slowenien ist das ein starkes Zeichen“, fand Hans-Peter Innerhofer.

In der Einzelwertung wurde Philemon Kiriago seiner Favoritenrolle gerecht. Der kenianische Silbermedaillengewinner von vor zwei Jahren in Innsbruck setzte sich in einem spannenden Schlagabtausch gegen Martin Kiprotich aus Uganda durch. Die Bronzemedaille sicherte sich Paul Machoka aus Kenia vor dem Schweizer Top-Bergläufer Dominik Rolli.

Quelle: ÖLV

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